KWP für Pirna – wir wollen reden (5): mit unserem Gast P. Kochan (SWP)

Die brandheißen Nachrichten aus der Regierungszentrale in Berlin überstürzen sich in diesen Tagen. Und jedes Mal geht es ans Fundament der im Grundgesetz festgeschriebenen Bestimmung, 2045 klimaneutral zu sein. D. h., die Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Landwirtschaft, Verkehr, Gebäude müssen auf Netto-Null-Emissionen gekommen sein. Die jüngst veröffentlichten Beschlüsse beschleunigen zwar eine Wende, aber wiederum in die falsche Richtung. Das scheint ein Muster von Regierungen zu sein, in denen CDU / CSU und SPD (früher noch die FDP) das Sagen haben. So bewegen wir uns auf rechtswidriges und tödliches Terrain. Das eigentliche Problem ist nämlich, dass dieses Hinauszögern der Energie- und Wärmewende den physikalischen Wechselwirkungen, die das Klima in unserer Welt bestimmen, zu neuer Dynamik verhelfen. Und zwar in Richtung Erderwärmung und katastrophalen Szenarien.

Wir wollen deshalb am 09.03. reden.

Und zwar mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern in Pirna. Wir möchten gern Ihre Fragen an die kommunale Wärmeplanung hören. Wir möchten gern wissen, worin Sie Chancen sehen, für sich selbst und für Pirna. Wo für Sie Ungelöstes vorliegt und in welcher Weise Sie sich Unterstützung wünschen.

Diese Fragen, Anregungen, Kritik können Sie an Herrn Peter Kochan, Geschäftsführer der Stadtwerke Pirna, richten. Mit ihm wollen wir die beschlossene „kommunale Wärmeplanung für Pirna“ einer ersten Überprüfung unterwerfen.

Es könnte auch um den Inhalt dieses Posts von Prof. Dr. Volker Quaschning, Ingenieurwissenschaftler und Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, aus dem Netz gehen, der die Sinnhaftigkeit des Heizens mit Biomethan oder Wasserstoff hinterfragt. Was meinen Sie dazu? Ist seine Argumentation für Sie nachvollziehbar? Welche Auswirkungen hat sie auf Ihre Entscheidungen in der Zukunft?

Und, um das Aktuelle aufzunehmen, auch von Herrn Kochan die Einschätzung hören, in welcher Weise die angekündigten Beschlüsse der Bundesregierung die Potenzialanalyse und das Zielszenario der vorgelegten Planung beeinflussen. Wie wirken sich also die Erschwernisse bei der Neuinstallation von PV-Anlagen auf das Maß an PV-Strom aus, der in Pirna in den nächsten 19 Jahren benötigt wird, um das Ziel 2045 zu erreichen und dabei noch wirtschaftlich vorzugehen? Wie verändert eine mögliche „Grün-Gas-Quote“ die Zielperspektiven für das Fernwärme- (Produktion der Wärme und Wärmeliniendichte im Netz) und Gas-Netz (Tauglichkeit als Transporteur, Stilllegung) in Pirna?

Wir laden Sie ein.

Kommen Sie, hören Sie zu, fragen und diskutieren Sie mit Herrn Kochan und uns.

Wir wünschen uns eine gute Gesprächsatmosphäre und werden dafür auch mit Ihrer Unterstützung sorgen.

 

 

Dieter Wiebusch