Dr. Sebastian Gilbert

Mein Name ist Dr. Sebastian Gilbert, ich bin 58 Jahre alt, verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und wohne seit 1988 in Pirna. Ich bin Chirurg und Orthopäde. Nach mehr als 20 Jahren Tätigkeit im Krankenhaus Pirna arbeite ich seit mehreren Jahren als leitender Oberarzt in einer Rehaklinik.

Diese Themen sind mir besonders wichtig:

Die Erderwärmung und die Folgen des Klimawandels werden auch unsere Stadt und Region mit extremen Wetterlagen wie Starkregen und anhaltenden Hitze- und Trockenperioden zunehmend betreffen. Um die Folgen für unsere Stadt abzumildern ist Vorsorge erforderlich: Der unkritische Verbrauch natürlicher und unversiegelter Flächen muss beendet werden. Die für ein erträgliches Klima in der Innenstadt wichtigen Kaltluftschneisen müssen unbedingt erhalten werden. Beides wird durch die Planung des Industriegebietes am Feistenberg (IPO) nicht berücksichtigt. U.a. deshalb lehne ich die Industrieansiedlung an diesem Standort ab.

Die Wirtschaft in der Region ist durch kleine und mittelständige Unternehmen gekennzeichnet. Diese Struktur muss durch Unterstützung von regionalen Wertschöpfungsketten gesichert und ausgebaut werden, um die Abhängigkeit von globalen Konjunkturschwankungen abzumildern. Durch Ansiedlung von Großunternehmen darf es nicht zur unfairen Konkurrenz um Fachkräfte kommen.

Das Insektensterben hat bereits ein schlimmes Ausmaß erreicht. Die Artenvielfalt in der Natur als einer Grundlage unserer Ernährung und unseres Lebens muss deshalb viel besser geschützt werden. Ein kleiner Schritt in Pirna dazu wäre ein herbizid- und pestizidfreie Stadt.

Die Chancengleichheit in der Bildung muss verbessert werden, um Ressourcen für unsere Gesellschaft nicht zu verschenken. Deshalb ist eine bessere materielle Ausstattung und mehr soziale Bildung in den Kindertagesstätten, Schulen und in der Öffentlichkeit, auch zur Verhinderung weiterer gesellschaftlicher Spaltung erforderlich. „Längeres gemeinsames Lernen“ ist ein wichtiger Beitrag dazu.

Die Mobilität der Bürger in der Region darf keine Frage des Geldbeutels sein: um auch Nichtautobesitzern besseren Anschluss an Pirna zu bieten und um Autofahrten zu vermeiden, ist der ÖPNV und das Radwegenetz drastisch auszubauen.

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